Philipp erobert Nigeria

Weihnachtsfeiern und italienisches Essen in Nigeria

E kaasan miteinander, 

In den letzten Tagen war wieder einiges los. Zunaechst hattn wir letzte Woche unser Zwischenseminar, wie gesagt, die Haelfte is rum, jetzt gehts aufs Ende zu. Ausserdem waren in der Schule allerhand Abschlussfeten, aber schoen der Reihe nach.

Zwischenseminar, ja was soll man dazu sagen, war mit 3 Ueberlebenden natuerlich eher kurz. Wir haben eben ueber unsere Arbeit gesprochen hauptsaechlich, wie man am Besten mit den Eindruecken (z.B. dem Schlagen) umgeht und bewaeltigt. Dann natuerlich auch ueber unsere Gastfamilien, der Hoehepunt war aber dann der Donnerstag, eine kleine Weihnachtsfeier bei SYTO. Alle in traditioneller Kleidung, mit Yoruba-Kappe diesmal, sieht aus wie im Pyjama, mussten wir anhand eines kleinen Schauspiels zum Amusement unserer Gastfamilien wiedergeben was wir in Nigeria so alles gelernt haben: vom Bus und Okada (mottoradtaxi) fahren bis hin zum traditionellen Gruessen bzw. Respekt erweisen was bei Maennern z.B. heisst sich komplett flach auf den Boden zu legen. Haben wir dann auch ales vorgefuehrt und sogar noch ein Lied in Yoruba und Igbo gesungen womit wir natuerlich die Herzen der Zuschauer gewonnen hatten (der Refrain: Ko si ba bire, ko san baba bire, koma sol orung bire, ique - Es gibt keinen anderen Vater als dich, es gibt keinen anderen Gott als dich - Koenig im Himmel, (oder so ahenlich)).

AM Montag und Dienstag nun diese Wohe war schulfrei aufgrund muslimischer Feiertage. Ich habe die Gelegnheit dazu genutzt, nun erstmals in den Projekten der anderen Freiwilligen an einem richtigen Arbeitstag mitzuarbeiten. Da es naemlich beides Einrichtungen zur Betreuung von Kindern sind,war dort trotzt der Ferien normaler Betrieb. Montags bin ich also zunaechst mit Antonia mitgegangen. Ihr Projekt, das Ibadan Home for the Motherless Babies, richtet sich, wie der Name schon vermuten laesst, an Muetterlose Kleinkinder und Babies, deren Muetter meist bei der Geburt gestorben sind. ANtonia arbeitet dort als Betreuerin und hilft Fuettern, Waschen, SPuelen und alles was eben so anfaellt mit Babies (sagt der Experte). Dementsprechend sahen auch meine Aufgaben aus. Nachmittags gabs dann noch ein besonderes Highlight das ich unbedingt berichten muss. Wir haben uns alle getroffen und wollten etwas essen gehn und ratet mal was es gab: Pizza!! Der Wahnsinn. Mit Kaese!! Muss man sich ersmal vorstellen! Trotz der horrenden, mit 10 Euro sogar fuer Deutschland zu hohen Preise, wars aber ein fast vergessener Genuss. Stellte sich natuerlich die Frage, warum wir dieses bloede Restaurant nicht frueher entdeckt haben, aber was solls, dafuer jetzt umso oefter.

Dienstag bin ich dann mit ins Chiprom-Haus (Children of Promise), der Arbeitsstaette von Olli und Pia. Das war auch sehr schoen und witzig, da die Kinder dort auch schon etwas aelter sind und man einiges mit ihnen anfangen kann.  Die Kinder sind entweder Waisen oder stammen aus schwierigen Familien und werden eine Zeit lang im Projekt untergebracht bzw. gehen von dort aus zur Schule. Dienstag Abend sind wir dann noch ins Motherless zur Antonia gefahren, weil die Muslime dort ein paar Schafe geschlachtet und zur Feier des Tages ein Fest veranstaltet haben.

Und es geht noch weiter mit dieser Woche. Donnerstag war wie schon angesprochen die Sports-Competition in der Schule und ratet mal welches Haus gewonnen hat? MEINS! Yellow House!! Beim Marschieren mit unseren sagenhaften Formationslaeufen gleich mal in Fuerhung und dann beim Rennen auch noch alles abgesahnt. So gehoert sichs. Es war ein sehr schoener (aber verdammt heisser) Tag, und ich durft wohl zum einzigen Mal in meinem Leben auch einen Siegerpokal von einer Sportveranstaltung in die Hoehe halten  

Freitag war nun dann der eigentliche Hoehpunkt der Woche, die Christmas-Party in der Schule. Der CHor hat Alle Jahre wieder und Stille Nacht (ziemlich) im Original vorgetragen, und es gab viel Tanzen, Singen und Essen, wie das so ist auf nigerianischen Partys. Es war aber auf jeden Fall die heisseste ChristmasParty meines Lebens, temperaturmaessig. Eine Affenhitze. Aber damit ist auch dieses Schuljahr erledigt. Weiter gehts am 5. Januar

So, das wars wieder von mir, morgen gehts frueh nach Lagos, meinen Vater vom Flughafen abholen, wird auch ne spannende Angelegenheit. Freu  mich aber schon sehr darauf.

Allen die noch in der Schule sind die Woche, schoene letzte Tage und sonst, wie schon letztes Mal gesagt, eine schoene Weihnachtszeit.

Philipp

13.12.08 16:06
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sabi / Website (14.12.08 11:31)
Hey.
Ich dachte mir, zum 3. Advent mal wieder ein aktuelles Bild aus der Heimat:

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