Philipp erobert Nigeria

Das wars

Hallo zusammen,

Liebe (treue) Leser dieses Blogs,

 

nun ist es soweit. Dies ist der letzte Eintrag in meinem Nigeria-Blog, dies ist sozusagen das Ende der Geschichte, ein halbes Jahr Nigeria ist vergangenen Montag zu Ende gegangen.Ja, seit Montag bin ich schon wieder zurück in Deutschland, und muss nun diesen Eintrag von meinem heimischen PC (den ich immer anschalten kann, wann ich will, da immer STrom da is!!) verfassen.

Denn die letzten WOchen in Afrika waren relativ stressig. Man glaubt kaum, was sich für den Schluss eines solchen Aufenthaltes angesammelt  hat. Da gilt es hier und dort Abschied zu feiern, Mitbringsel für Deutschland und Abschiedgeschenke für Nigeria zu besorgen, den und den nochmal zu besuchen, die verchiedensten Dinge abzuklären, sei es VISA oder Flugticket. Ausserdem mussten natürlich Dutzende von Handynummern ausgetauscht werden und ich erhalte schon heute täglich sog. "Flashs", zu gut Deutsch "Anklingeln" aus Nigeria.

Um es nochmal chronologisch ein wenig zu erfassen. Am Wochenende vor 2 Wochen sind die anderen aus der Gruppe nochmal nach Lagos gefahren, ich nicht, da ich mit dem heftigsten Durchfall meiens Lebens im Bett lag und auch, weil die Kirche meienr Gastmutter Jubiläum gefeiert hat. Die nächste Woche in der Schule, ich habe ja bis zum Ende noch "Unterricht" gemacht, war dann von Wiederholungen ("Auch wenn ihr euch nichts von der deutschen Sprache merkt bis auf das, merkt euch das.....!" und allerlei Spielen (Theater, Singen) geprägt. Ausserdem habe ich mit 2 Klassen noch ein Projekt gestartet, im Zuge dessen die Schüler persönliche Briefe nach Deutschland an gleichaltrige Kinder geschrieben haben. Ich denke es könnte ganz interessant werden, wenn Schüler hier aus der 7.,8. Klasse lesen, wie in Nigeria ein typischer Schultag aussieht, wie in Nigeria die häuslichen Pflichten aussehen, etc.. Zu meiner Zeit wenigstens hat man am Montfort-Gymnasium in Tettnang nämlich noch nicht morgens in Reih und glied gestellt die Nationalhymne, das Nationale Gelöbnis, die Schulhymne und den Schuleid aufgesagt, bevor man in die Klassenzimmer marschiert (und ich meine auch "marschiert". Ausserdem weiss ich nicht wie viele Kinder hier morgens ersmal zum Brunnen laufen müssen um Wasser zu holen. Solche Dinge eben.  Und perfekt würde es natürlich,wenn man dann auch persönliche Antwortbriefe übersenden könnte. Das muss man aber erst schauen, welche Möglichkeiten es da gibt.

Eine andere Geschichte, die auch in den letzen 2 Wochen ihr vorläufiges Ende fand, ist die SPendenaktion der Ministranten: "Ministranten helfen Tessy". Der gesamte Restbetrag der Spende wurde dem Heim überreicht und Rahmenbedingeungen für den Gebrauch und das weitere Verhältniss abgesteckt. Zusammenfassend zu dieser Sache kann man sagen, es hat nicht nur den Kindern im Heim geholfen, unzählige Diskussionen und Besprechungen haben auch mich einige Dinge gelehrt. Unter anderem, dass man, so komisch es sich anhört, als Deutscher, nie, nie ganz die Kultur und das Verhalten der Menschen dort verstehen wird. Auch wenn man 10, 20 Jahre dort leben würde. Ich kann das schlecht hier ausdrücken, es ist mehr eine Erkentniss ür mich persönlich.

Wie dem auch sei. Natürlich wurde in der Schule, in der Kirche und auch bei der Jugendgruppe Abschied gefeiert, was hauptsächlich heisst, beten und ein traditionelles Dress schenken. Alles in allem hab ich jetzt glaub an die 6,7 afrikansichen Gewänder. Genug für die nächste Fasenacht

Am vergangenen Wochenende war es dann soweit. Grosser Abschied von der Gastfamilie und den engsten Freunden, grosser Abschied von meienr HEimat für 6 MOnate. Denn, und das muss ich immer wieder sagen, 6 Monate lassen einen schon eine gewisse Verbindung zu einer Umgebung oder einem Land aufbauen.Es braucht 3 Monate mindestens, aber dann hat man sich doch eingelebt. Von dem her, würd eich auch allen Menschen raten, die etwas ähnliches vielleicht nahc der Schule vorhaben, es sollten midnestens 4,5 Monate sein. Klar, beim einen gehts schneller oder langsamer, aber das ist meine persönliche EInschätzung. 

SOnntag abend gings dann nach Lagos, ohne Probleme, ich hatt etwas Befürchtung wegen 2 Stücken Handgepäck aber wir konnten es gut auf alle Rucksäcke der anderen verteilen. Der Flug war sehr angenehm, und ja, jetzt noch zu meinen ersten EIndrücken in Deutschland natürlich. 1. Warum ist dieses Land so kalt?  Von 35-40 auf 0, ja herzlichen Glückwunsch. 2. Warum ist es hier so sauber? Also das war natürlich der Hammer, die Strassen müllfrei, überhaupt Mülleimer, Wahnsinn. Und dann als ich daheim war, natürlich Dusche (mit fliessend Wasser und warm), und Kühlschrank (sogar kalt, da Strom vorhanden und voll mit Käse und Wurst). Ich muss sagen, das war natürlich ersmal ein Schock Dementsprechend war der Montag auch...etwas verwirrt. SO stand ich zum Beispiel im Treppenhaus udn als (automatisch geregelt)das Licht ausging nach einer Zeit war der erste Gedanke: Ach scheisse, kein Strom mehr, wo ist der Generator? Aber in den letzten Tagen habe ich mich denk ich schon woeder sehr gut angepasst.

Nun, Fazit? Naja, 10 Kilo weniger, etwas braun, Malariaparasiten in meinem Blut für den Rest des Lebens. Sonst? Viele Freunde gefunden in einem Land, das sehr sehr unterschiedlich ist von diesem hier, dessen Kulturen und Regionen in sich so verschieden sind, neue Erfahrungen, neue "Wege" und Verhaltensweisen, die man dort gelernt hat vielleicht auch.Wobei es erst die Zeit zeigen wird, inweiweit oder wie sehr diese Erfahrung mich beinflussen wird.

Wieso nach Nigeria gehn, wenn es abartig dreckig und landschaftlich eher trübe aussieht? Nunja, wegen der Mesnchen. Denn auf der einen Seite, hat man die Tradition auf Schritt und Tritt, auf der anderen Seite unsere westlcihe, "amerikanische" Welt, und die Menschen mittendrin. Das macht es aus, nach NIgeria zu gehn. Die Menschen, die eine unglaubliche PErsönlichkeit haben, in ihrer Tradition und in der modernen Welt verwurzelt (klingt das jetzt zu hochgestochen?)

Würde ich wieder hingehn? Ja. Würde ich dort für immer leben wollen? Nein. Der Abschied war mit einem lachenden und einem weinenden Auge.  Ich bin sehr froh wieder da zu sein.

Ich danke allen Lesern dieses Blogs, das sie sich dafür interessiert haben, was ich für ein halbes Jahr in Afrika geamcht und wie ich gelebt habe. Ich danke für alle Einträge im Gästebuch und Komentare.

Vielen Dank,

Philipp

 

13.3.09 12:47
 


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